Sängergemeinschaft Germersheim e.V.
Sängergemeinschaft Germersheim e.V.

 

Rauchbier im Schlenkerla:

Chorfahrt von Vokal Total

nach Bamberg

17.-19. August

 

Groß war die Vorfreude auf den Besuch der Stadt, die auf sieben Hügeln errichtet ist: nein, es war keine Fahrt nach Rom, sondern nach Bamberg. 23 Mitglieder von Vokal Total, dem Chor der Sängergemeinschaft Germersheim, trafen am frühen Freitag Nachmittag nach der Anreise mit dem Zug am Bahnhof in Bamberg ein. Nach Stunden im Zugabteil ohne Klimaanlage waren alle schon ziemlich "medium durch". Und obwohl es nicht Rom war - die mediterranen Außentemperaturen um die 30 Grad sorgten für reichlich Schweißbildung. Und dieses Wetter sollte die Sänger auch das ganze Wochenende begleiten

 

Die fröhliche Truppe erreichte die zentral gelegene historische Hotelbrauerei "Fässla", in deren Hauswappen ein kleiner Zwerg ein Bierfasst rollt. Und Bierfässer, die durch den Innenhof gerollt wurden, waren auch sofort zu sehen. Ein erfreulicher Anblick für die durstigen Sänger.

 

Nicht ungewöhnlich, dass man Chorleiter Wolfgang Sieber auch bereits beim Bier traf.

Und ab gings zum ersten Bummel durch die wunderschöne Bamberger Altstadt, der Stadt des Biers. Dabei wurde schnell klar, dass die fränkische Mundart nicht leicht zu verstehen ist. So heißt es bei den Franken "Bambärch", eine Flasche Bier ist "a Batrona" und den "Gablmoo" sollte man in Bamberg schon kennen - den Neptun auf dem Neptunsbrunnen am grünen Markt. Und so erschloss sich auch der Name unserer Hotelbrauerei: "Fässla" bedeutet natürlich Fässchen.

 

Natürlich strebten die Pfälzer zu einem der wichtigsten Anziehungspunkte in Bamberg: der mitten in der Altstadt liegende historische Brauereiausschank des "Schlenkerla" zu Füßen des hohen Doms. Die Quelle des Aecht Schlenkerla Rauchbiers. Sind die Tische im Schankraum besetzt, steht ein buntes fröhliches Gewimmel von Menschen eben mit ihrem Seidl Rauchbier auf der Straße. Hier reihten sich die Germersheimer ein und begegneten erstmals der Bamberger Bierspezialität.

 

Nun muss man sagen, dass sich am Rauchbier die Geister scheiden: die einen lieben es, die anderen finden es furchbar. Den Rat "das Zweite schmeckt besser" oder "nicht dran riechen, gleich trinken" kann man befolgen, oder auch nicht.

Einigen Sängern ging es jedenfalls genussvoll über die Lippen.

 

Am Abend gab es dann im Fässla ein gemütliches Beisammensein mit deftiger Küche. Diese Erholung war auch nötig nach der langen Anreise. Hier konnte es gleich weitergehen mit der Bierverkostung. Das Fässla selbst hat sieben Biere aus eigener Brauerei im Angebot.

 

Sind Sängerkehlen auf Reise ohnehin gelockerter als sonst, so tat nun das Lagerbier und die gute Laune ihr Übriges: die einheimische Bevölkerung wurde konfrontiert mit Pfälzischem, der Sparte Schunkelmusik angehörigem Liedgut: Auf ihr Brieder in die Palz, tief im Pälzer Wald und natürlich, gesungen voll Inbrunst: das ist der Wind Wind Wind, der Pälzer Wind, der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind.

Offenbar waren die Bamberger überrascht von so viel Pfälzer Leidenschaft. Etliche Besucher kamen in die Wirtsstube um die Sänger von Vokal Total in Bild und Ton zu verewigen.

 

Es heißt, Bamberg muss man zu Fuß entdecken. So stand am Samstag eine Stadtführung auf dem Plan. Denn Vokal Total war nicht nur am Bier sondern selbstverständlich auch an der Kultur der Stadt interssiert. Die Sänger hatten gehofft, im Dom vor dem Hochgrab des heiligen Kaiser Heinrichs und Kaiserin Kunigunde ein Lied aus dem kirchlichen Repertoire singen zu können. Außerdem wollte man natürlich den "Bamberger Reiter" das Wahrzeichen der Stadt aus dem 13. Jahrhundert sehen. Aufgrund einer Veranstaltung war es jedoch leider nicht möglich, den Dom zu besichtigen. Ausgehend vom Domberg brachte eine sehr nette und kompetente Reiseführerin den Germersheimern Bamberg, die Stadt, die tätsächlich auf sieben Hügeln gebaut und den Namen Fränkisches Rom trägt, näher.

2018 feiert Bamberg übrigens das 25 jährige Jubiläum der Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Der Weg zeigte Vokal Total das neue und das alte Rathaus der Stadt, welches auf einer künstlichen Insel direkt in die Regnitz gebaut wurde. Man genoss einen wunderbaren Blick auf die ehemalige Fischersiedlung klein Venedig. Und als tatsächlich venezianische Gondeln vorbeiglitten,entstand wirklich das Gefühl, in Italien zu sein.

Zum Programm gehörte auch der Rosengarten im Inneren der Neuen Residenz. Und wieder schonte die Sonne die Pfälzer Truppe nicht. Eine gewisse Erschöpfung machte sich breit.

 

Den Nachmittag verbrachten die Sänger nach Belieben beim shoppen oder im Eiscafe. Manche besichtigten das Hofbräu von innen, manche nun doch noch den Dom.

 

Der Tag sollte mit einer weiteren Führung durch die Stadt zum Thema " Geister, Sagen und Legenden" abschließen. Zwar wurden dabei nochmals ganz neue Gässchen und Aussichten entdeckt und die müde Gruppe erfuhr von der Legende vom Mönch ohne Kopf, der Stolzgrosera und dem Klappermann, jedoch war es dem anstrengenden Tag geschuldet, dass die meisten nur noch an ein kühles Bier dachten - die Geschichtenerzählerin möge es uns nicht verübeln.

 

Die Legendenführung endete bei einer legendären Haxn mit Knödeln im "Schreiners" am Dom. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Bamberg keine Hochburg der Vegetarier ist. Die fränkische Küche hat viel Fleisch im Angebot, z.B. auch das Schäufele.

 

Der endgültige Ausklang des Abends fand dann aber wieder im Fässla statt. Statt Schunkellieder gab es heute afrikanische Musik, die ohne weiteres a cappella und notfalls ohne Chorleiter gesungen werden kann. Die gute Laune der Germersheimer war trotz Schweiß und platten Füßen ungebrochen.

 

Am Sonntag, dem Abreisetag wurde eine Möglichkeit gefunden, die Koffer bis zur Abfahrt des Zuges unterzustellen. So war noch Zeit für eine Flussfahrt auf der Regnitz. Die Germersheimer ließen sich nochmal die Sonne auf die Nase scheinen.

Das Schiff passierte das ehemalige romantische Fischerviertel der Inselstadt "Klein Venedig", das Gefängnis, dessen Fenster außen auf die Fassade gemalt sind und passierten die Schleuse, hinter der die Regnitz nun Main-Donau-Kanal heißt. Nach Rundfahrt durch den Bamberger Hafen und der Rückkehr zum Kranen gab es den ein oder anderen Sonnenbrand zu beklagen. Gut wer einen Sonnenhut dabei gehabt hatte.

 

Diese Chorfahrt bot alles, was man sich wünschen kann: eine herrliche alte Stadt mit vielen Gässchen, Geschichten und Kultur, sage und schreibe elf Brauereien und Brauereigaststätten, 400 Biersorten, Sonne satt, Zeit zum Bummeln, ausgiebigen Gesang, gutes Essen. Vokal Total genoss es in vollen Zügen und kehrte gut gelaunt und voll von neuen Eindrücken aus der Bierstadt zurück an den Rhein und die Reben.

 

Und wer noch einen Nachschlag in fränkischer Mundart und Historie möchte:

Schlenkerla nannte man in alter Zeit einen Wirt, der nach einem Unfall mit einem Pferdefuhrwerk behindert war und seltsam mit den Armen schlenkerte. Sein Spottname war ab dann Schlenkerla - der Schlenkerer. Dieser Name übertrug sich im Laufe der Jahre auf die Gaststätte mit dem besonderen Rauchbier.

 

 

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